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Bange machen gilt nicht

Posted on | Februar 13, 2020 | Kommentare deaktiviert für Bange machen gilt nicht

Über Digitalisierung und die Zukunft der Mobilität

Bei der Veranstaltung der farbechten/Die Linke am 6.2. im Vereinsringhaus haben rund 40 Interessierte mit dem gewerkschaftlichen Bildungsreferenten Franz Uphoff über das Thema „Digitalisierung und Mobilität“ diskutiert.

Franz Uphoff

Das Thema Digitalisierung berührt so gut wie alle Lebensbereiche, im Privaten, wie im Arbeitsleben. Das Smartphone z.B. erleichtert uns viele Dinge, sorgt aber auch dafür, dass unser Leben öffentlicher wird. Unser Konsumverhalten wird nicht nur durchschaubarer, sondern auch manipulierbar. Im Arbeitsleben werden monotone und einfache Prozesse durch Computer erledigt, aber gleichzeitig steigt der Stress durch Arbeitsverdichtung und die Angst vor Arbeitsplatzverlust. Durch Unterstützung der kleinen Helferlein auf unserem Handy finden wir unser Ziel schneller, geben aber auch preis, wann wir Tante Frieda zuletzt besucht haben.

Die Rolle der Digitalisierung oder (wie in letzter Zeit öfter zu hören ist) der digitalen Transformation, wurde in dem Einführungsreferat kenntnisreich und gleichzeitig spannend dargestellt. Als Kernthese stellte Uphoff dar, dass die Art und Weise der digitalen Transformation nicht technik-neutral, sondern interessengeleitet ist.

In der Diskussion war man sich einig, dass man die Felder der Digitalisierung nicht allein den großen IT-Konzernen und Betreibern der Sozialen Plattformen überlassen darf. Um die Möglichkeiten, die die Digitalisierung bietet, zum Positiven zu wenden, sei eine aktive politische Gestaltung des Transformationsprozesses notwendig. Am Beispiel der Mobilität wurden interessante Ansätze entwickelt, wie Digitalisierung zum Nutzen aller dienen könnte. Vor allem die bessere Vernetzung aller öffentlichen Verkehrsmittel, von der Bahn, über Busse bis hin zum Leihfahrrad stieß auf reges Interesse. Ein Ziel müsse es sein, nicht mehr das Auto, sondern Mensch und Natur wieder in den Mittelpunkt zu stellen.
Es muss einem bei dem Thema nicht bange sein, wenn man die Hintergründe kennt und die nötigen Ideen entwickelt, wie die digitale Transformation ökologisch und sozial gestaltet werden kann. Das Ziel kann nur eine solidarische Produktions- und Lebensweise sein.

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