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Der 8. Mai muss Feiertag werden

Posted on | Mai 10, 2020 | Kommentare deaktiviert für Der 8. Mai muss Feiertag werden

Am 8. Mai jährte sich zum 75. Mal das Kriegsende. Mit der Aussage, der 8. Mai 1945 sei „ein Tag der absoluten Niederlage, ein Tag des Verlustes von großen Teilen Deutschlands und des Verlustes von Gestaltungsmöglichkeit“, versucht der AfD-Fraktions- und Ehrenvorsitzende Alexander Gauland den Kampf um die Deutungshoheit an sich zu reißen. Doch was Richard von Weizsäcker vor 35 Jahren in seiner Rede neu ausrichtete als Gedenken an eine Befreiung vom Nationalsozialismus und Positionierung zur deutschen Verantwortung für den Krieg, darf nicht zurückgedreht werden!

Das Frankfurter 8.-Mai-Bündnis fordert: „Der 8. Mai muss ein Feiertag werden! Ein Tag, an dem die Befreiung der Menschheit vom NS-Regime gefeiert werden kann. Das ist überfällig seit sieben Jahrzehnten. Und hilft vielleicht, endlich zu begreifen, dass der 8. Mai 1945 der Tag der Befreiung war, der Niederschlagung des NS-Regimes.“ Eine entsprechende Petition haben inzwischen über 100.000 Menschen unterzeichnet.

Gedenken zum 8. Mai am Praunheimer Friedhof, an der ehemaligen Rödelheimer Synagoge und der Gedenktafel an der Ludwig-Landmann-Straße (von links)

Weil es in diesem Jahr keine zentrale Feier geben konnte, schlug das Frankfurter Bündnis 8. Mai vor, an Orten, die an die Opfer des Faschismus und Widerstandskämpfer*innen erinnern, mit Schildern, Plakaten und roten Blumen dem Kriegsende und der Befreiung zu gedenken.

Inge Pauls und der Stadtverordnete Michael Müller legten gemeinsam in Rödelheim Blumen an den Stolpersteinen ab.

In Rödelheim, Praunheim und Hausen gibt es insgesamt 31 Stolpersteine an 21 Adressen sowie ein Denkmal am Standort der Rödelheimer Synagoge und eine VVN-Gedenktafel auf dem Praunheimer Friedhof.

Lesenswerter Artikel in der Süddeutschen Zeitung von Heribert Prantl:
»Wie Deutschland die Befreiung lernte«.

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